Logo_OBS
Startseite hist.
Hist.Bergbahn
Hist.Schwarzatalb.
Hist. Fotos
2009 - Die Saxonia an der Bergbahn

 Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn

Was passierte 2001/2002 mit der Bergbahn ?

Stand vor der Außerbetriebnahme

Das technische Denkmal “Oberweißbacher Bergbahn” ist nach mehr als 78 Jahren unfallfreiem  Betrieb in einem Zustand, der tiefgreifende Instandsetzungsarbeiten erfordert. Das betrifft die Gebäude, die Fahrzeuge, die Strecke und ganz besonders den Antrieb.

Grundlage für Veränderungen

Am 26.Juni 2001 wurde  ein langfristiger Verkehrsvertrag zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Freistaat Thüringen abgeschlossen, der die Grundlage für die Sanierung der Bergbahn und die Wiederinbetriebnahme der Schwarzatalbahn Rottenbach - Katzhütte bildet. Beides soll zu einem touristisch attraktivem Verkehrssystem ausgebaut werden, dafür stellt das Land Thüringen entsprechende Fördermittel bereit.

Neue Wege gehen

Ab Januar 2002 wurde durch die Deutschen Bahn AG (DBAG) eine neue Struktur geschaffen, die diesen besonderen örtlichen Bedingungen besser Rechnung tragen soll. Das Profitcenter “Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn” (OBS) wurde gegründet, als ein kleiner Teil der DBAG. Die OBS hat die Aufgabe, mit ihren Mitarbeitern alle anstehenden Arbeiten zu koordinieren,  nach Fertigstellung die Anlagen und Fahrzeuge instand zu halten und den Betrieb eigenständig zu führen.

Die Sanierungsarbeiten an der Oberweißbacher Bergbahn

Der zeitliche Rahmen für diese Arbeiten ist eng bemessen. Im September 2001 wurde mit der Vorbereitung zur Ausgründung des Unternehmens begonnen, im Dezember 2002 soll die Standseilbahn und die Schwarzatalbahn wieder in Betrieb gehen.

Eines der vielen Probleme ist,  einen Kompromiss zwischen technischem Denkmal und wirtschaftlichem Betrieb zu finden. Es kann nicht alles Alte erhalten werden. Deshalb wurde  mit dem Thüringeschen  Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt, was erhaltenswert ist, Es wurde festgelegt, die Gebäude, das äußere Bild der Fahrzeuge, die Möglichkeiten zum Gütertransport,  mit den dazugehörigen Anlagen, und die Anordnung der Antriebsscheiben, als die erhaltenswerten technischen Merkmale zu bewahren. Dadurch kann eine neuartige Antriebstechnik (Drehstrommotoren) für einen wirtschaftlichen Betrieb eingebaut werden.

Natürlich sind auch alle Belange der Sicherheit nach den neuesten Erkenntnissen zu gestalten und haben Vorrang vor dem Schutz als Denkmal.

Im Vorfeld wird ein “Brandschutz- und rettungstechnisches Gutachten” erstellt, um die neuesten Erkenntnisse einfließen zu lassen. Das Seilbahnunglück  von Kapruhn hat Folgen ! Überraschender Weise sind nur wenige Veränderungen zum beabsichtigten Konzept notwendig.

Folgende Arbeiten wurden ausgeführt:                        [zurück]

Erneuerung des Antriebes unter Beibehaltung des 1921 vom Errichter Dr. Ing. Bäseler entwickelten Antriebskonzeptes

    Die Besonderheit besteht darin, dass die Treibscheiben quer zur Seilrichtung, direkt unter dem Seileinlauf stehen. Jede Treibscheibe wird künftig durch einen frequenzgesteuerten Drehstrommotor angetrieben. Gesteuert wird aus den beiden Fahrzeugen über Linienleiter entlang der Strecke. Bei Gütertransport oder Sonderfahrten erfolgt die Steuerung von der Güterbühne über ein tragbares Tableau. Besonders wertvoll ist das neue Bremssystem, das ein ruckfreies und materialschonendes Anhalten sichert. Diese Umbauarbeiten wurden durch die Firma Doppelmayr, Thun (ehemals Von Roll) ausgeführt.

Instandsetzung des Fahrgestells des Personenwagens und der Güterbühne

    Die Fahrgestelle wurden grundlegend aufgearbeitet und korrosionsschutzbehandelt.  Die vorhandenen Seilbahnkomponenten und die Sicherheitstechnik, wie Zangenfangvorrichtung und Exzenterfangvorrichtung mit Auslösemechanismus, wurden beibehalten. Auch diese Arbeiten  führte Doppelmayr, Thun, aus.

 Aufarbeitung des Bergbahnwagens und des Aufsetzwagens

    Beide Wagen wurden völlig zerlegt und grundlegend aufgearbeitet.

    Der Aufsatzwagen ist äußerlich wieder dem Originalzustand als Triebwagen-Beiwagen der Schleiz -Saalburger Eisenbahn angenähert.

    Dei Inneneinrichtung beider Wagen wurde freundlich hell gestaltet . Beide Wagen erhalten Steuereinrichtungen, um die Antriebs-Anlage direkt aus dem Wagen zu steuern.

    Die Bergbahn wird auch weiterhin mit Personal besetzt, das den Fahrgästen als Ansprechpartner  im Wagen zur Verfügung steht. Auf Kundennähe wird besonderer Wert gelegt, weshalb auf eine räumliche Abschottung von den Fahrgästen verzichtet wird.

    Wärmeisolierung und beschlagfreie Frontscheiben sollen für gute Aussicht sorgen. Die äußerst schwierigen Arbeiten wurden vom Mittenwalder Gerätebau ausgeführt. Alles was angefertigt oder bearbeitet wurde war ein Prototyp !!

Gleisbauarbeiten

    Das Bergbahngleis wurde mit neuen Schienenbefestigungen versehen, Richtarbeiten und Schwellenwechsel  ausgeführt. Der durchgehende Rettungsweg wurde wieder hergestellt.

 Instandhaltungsmaßnahmen 

    Instandhaltungsmaßnahmen wurden an den Gebäuden, an den Güterwagenverladeeinrichtungen und an den Drehscheiben, die sich jeweils am Ende der Strecke befinden, ausgeführt.   Entwässerungseinrichtungen an der Strecke und an den Gebäuden wurden erneuert. Im Maschinenraum wurden die alten Fundamente abgebrochen und neue errichtet . Es wurden Maßnahmen zum Schutz vor eindringendem Grund- und Regenwasser ausgeführt. Riesigen Umfang hatten die Sanierungsarbeiten an den Fachwerken beider Stationen.

zurück
zurück
Pfeil_oben
Aussicht_f_Webcam
Startseite hist.
19.12.01